Gibt es eine Midlife-Crisis?

Gibt es eine Midlife-Crisis?

Eine neue Studie stellt fest, dass 40- und 50-Jährige häufiger eine Lebenskrise (Midlife-Crisis) erfahren als andere, und Frauen mehr als Männer. (Adult life stage and crisis as predictors of curiosity and authenticity, International Journal of Behavioral Development)

Übrigens stellt diese Untersuchung auch fest, dass wir in solch einer Krise offener für neue Erkenntnisse sind. Wir sind dann neugieriger auf uns selbst, auf andere und auf die Welt um uns herum.

Das klassische Midlife-Crisis-Modell geht von einer U-Form der allgemeinen Zufriedenheit während des Lebens aus: hoch am Anfang und Ende des Lebens, niedrig in der Mitte des Lebens. Menschen erleben im Alter von 40 und 50 oft eine Zeit der Unruhe, Unzufriedenheit und Angst. Körperliche Veränderungen wie Gewichtszunahme, schlechtere Augen, Brillenbedarf, und weniger oder graue Haare können sicher auch zu einer schlechteren Stimmung beitragen. Die Midlife-Crisis ist eine Phase schlechter Stimmung, die nicht als psychische Störung betrachtet wird, kann sich jedoch in eine Depression oder einen Burn-out weiter entwickeln.

u-Form Midlife-Crisis

Lesen Sie hier mehr: Is well-being U-shaped over the life cycle?

[und siehe hier die niederländische Version meines Blogs zur Midlife-crisis]

Im psychosozialen Entwicklungsmodell von Erikson wird diese Phase des Lebens durch einen Konflikt zwischen Stagnation und Generativität (dem Wunsch, etwas zu produzieren, das über das Individuum hinausgeht; Produktivität und Kreativität) charakterisiert. Stagnation würde dann mit dem Konzept der Midlife-Crisis zusammenfallen, oder jedenfalls mit einer Phase der Unsicherheit, bevor man die hohe Stufe der Generativität erreicht.

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Maria Trepp, Psychologin und Übersetzerin

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