Posttraumatisches Wachstum

Posttraumatisches Wachstum ist ein Begriff, der sich auf positive psychologische Veränderungen bezieht, die als Folge von Unglück, Trauma und anderen Schwierigkeiten des Lebens auftreten können. Nach Traumen und Missgeschick werden nicht ausschließlich Stresssymptome und PTSD (posttraumatisches Stresssymptom) festgestellt, sondern es kann auch erfolgreiches persönliches Wachstum stattfinden.

 

Viktor_Frankl posttraumatisches Wachstum

Viktor Frankl … trotzdem Ja zum Leben sagen

Primo Levi schreibt zum Beispiel über den Reife- und Erfahrungsprozess, den er selbst im Konzentrationslager durchgemacht hat, Viktor Frankl hat seinen KZ-Aufenthalt verarbeitet in dem Buch … trotzdem Ja zum Leben sagen, und die subjektiven Erlebnisberichte von vielen anderen, die großes und auch kleineres Missgeschick überwunden haben, sind zahlreich. Unglück und Trauma stellen große Herausforderungen an die adaptive Ressourcen des Einzelnen dar, und stellen eine Person vor erhebliche Herausforderungen was das Selbst- Weltverständnis betrifft, und die Möglichkeit, sich selbst einen sinnvollen Platz in der Welt zu geben.  Traumatische Ereignisse lassen es nicht zu, das man einfach die Lebensweise wieder aufgreift, die man vor dem Trauma hatte. Es treten tiefgreifende, oft lebensverändernde psychologische Veränderungen im Denken und im Verhältnis zu der Welt auf, die zu einem persönlichen und bedeutungsvollem Veränderungsprozess beitragen können.  Oft reagieren Menschen, die einen solchen Prozess durchgemacht haben, besser auf erneute Belastungen, und erholen sich schneller davon. Dies kann das Ergebnis der Begegnung mit dem erschreckenden Ereignis und einem anschließenden Lernvorgang sein. „Posttraumatisches Wachstum“ gehört als Denkmodell zur Welt der Positiven Psychologie. Der Begriff wurde von den Psychologen Richard G. Tedeschi und Lawrence G. Calhoun gepägt (Link zum Artikel mit Modell des posttraumatischen Wachstums, und hier ein Link zu einem deutschsprachigen Artikel), andere wie zum Beispiel Andreas Maercker sprechen von posttraumatischer Reifung. Tedeschi berichtete, dass 90 Prozent der Traumageschädigten von mindestens einem Aspekt des posttraumatischen Wachstums berichten, wie eine erneuerte Wertschätzung des Lebens.

 

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Maria Trepp

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